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Ein fester Bestandteil des Lebens

Das Thema Lebensende, Euthanasie und Trauerbegleitung ist unausweichlich und begleitet uns täglich in unserer Arbeit. Alle Mitglieder des Praxisteams stehen vor der Herausforderung, einen einfühlsamen Umgang mit diesen Themen zu finden.

Foto von Eric Ward auf Unsplash


Es mag erstaunlich erscheinen, dass diese wichtigen Aspekte in unseren Ausbildungen und Weiterbildungen oft vernachlässigt werden, weil wir am Anfang noch nicht an das Ende denken.

Doch wir alle haben unsere eigenen Geschichten, die uns geprägt haben. Sobald ich jemanden auf diese Thema anspreche, kommen diese Geschichten hervor - manche tragisch, manche traurig-trotzdem schön, manche absurd, aber jede hinterlässt ihre Spuren. Aus den guten Erfahrungen lernen wir, reflektieren, was wir richtig gemacht haben. Und aus den schwierigen Erfahrungen ziehen wir Lehren.

Das Spektrum ist weit gefächert - von der ethischen Frage der Euthanasie bis hin zur Begleitung der Trauernden über den Tod hinaus. Und vergessen wir nicht die persönlichen Anteile jedes Einzelnen im Team, die vielleicht noch eigene Verluste, menschliche oder tierische, verarbeiten müssen. In einer Zeit des Fachkräftemangels ist es alarmierend, wie viele der Praxis aus diesem Grund den Rücken gekehrt haben.

Doch die Wahrheit ist: Sterben ist ein natürlicher Teil des Lebens. Euthanasie und Trauer sollten keine Tabus sein. Je besser wir vorbereitet sind, desto selbstverständlicher wird der Umgang mit diesen Themen. Warum also nicht intensiver darauf vorbereiten?

Vorbereitung ist entscheidend. Hier kommt Qualitätsmanagement ins Spiel: Strukturierte Prozesse können helfen und Sicherheit in emotionalen Situationen geben. Hier ist Empathie genauso wichtig wie Routine, ohne gleichzeitig gleichgültig zu werden. Wie kann das aussehen? Wenn baulich möglich, können Abschiedsräume von Vorteil sein, vielleicht brennt an der Anmeldung eine Kerze, so dass jeder weiß, das gerade in diesem Augenblick ein Patient gestorben ist. Kommunikationstraining, angepasste Terminlegung, Supervisionen, Gesprächsangebote für Praxismitglieder und vieles andere lässt sich in Arbeitsanweisungen festhalten und für alle verbindlich gelten. Wichtig ist: Lasst uns drüber reden!



Spricht dieses Thema auch Dich an? Dann lade ich Dich herzlich ein, uns zu unterstützen, indem Du an der anonymen Online-Umfrage teilnimmst. Diese Umfrage zielt darauf ab, gezielt unser aller Bedürfnisse und Fragen zu diesem Thema zu erfassen. Die Idee zur Umfrage ist gemeinsam mit Kolleginnen von Cremare Tierbestattungsservice entstanden, die sich systembedingt schon sehr intensiv und einfühlsam mit diesen Themen auseinandersetzen.

Gemeinsam können wir die Lücke zwischen Vorbereitung, Einfühlungsvermögen und Wissen schließen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass unser Praxisteam besser gerüstet ist, um unseren Patienten und ihren Hinterbliebenen in diesen zutiefst berührenden Momenten zur Seite zu stehen.

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